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Ich will auch gerne erwähnen das ich ein leidenschaftlicher Bastler bin. Ich bin zwar immer auf der Suche nach guten Ideen und Einfällen was man so basteln könnte - habe aber manchmal auch selber welche und setze die dann in vielen Fällen um.
Oft handelt es sich nur um Kleinigkeiten - Dinge welche gar keinen richtigen Gebrauchszweck haben sondern eher nur als Zierde dienen. Natürlich sind dann hie und da auch hübsche Gegenstände dabei welche einen Zweck erfüllen - wie z.B. eine Duftlampe - aber oft eben auch einfach nur Schmuck oder sonstiges "Klimbim" ( auf gut Burgenländisch :)
Hier mal ein paar Fotos von Sachen welche ich in letzter Zeit gebastelt habe:
Auch letztes Jahr (2008) zu Weihnachten, hab ich einigen meiner nächsten Verwandten natürlich wieder etwas selbst gebasteltes geschenkt. Bei dem Bild im Bild links, handelt es sich um eine Art Gemälde. Jedoch hab ich dafür keinen Pinselstrich getan - zumindest keinen mit Farbe. Dieses Werk habe ich zwei mal angefertigt. Je eines der beiden Exemplarer ging an meine Großmutter mütterlicher und das andere an die Großeltern väterlicher Seite.
Es handelt sich um einen selbst gebauten Bilderrahmen aus Holz, der jedoch im Gegansatz zu einem üblichen Bilderrahmen relative große Tiefe hat. Die Bretter am Rand, sind praktisch in Richtung vom Hintergrund weg nach vorne ausgerichtet und nicht so, dass sie einen breiten Rand ergeben. In diesen Rahmen, habe ich einen echten Weinstock montiert. Der Weinstock wurde mir dankbarer Weise von dem Mödlinger Weinbauern "Pferschy Seper" zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Ich konnte mir letztes Jahr vor Weihnachten aus deren eigentlich zum verheizen gedachten Weinstöcken ein paar aussuchen, von denen ich dann schliesslich zwei für die "Kunstwerke" verwendet habe. Der Weinstock wurde so abgelängt, dass er in den Rahmen eingebaut werden konnte. Eigentlich wäre mir ein Weinstock, an dem noch ein paar Reben zu finden wären lieber gewesen, aber solche gab es eben leider nicht mehr. Also musste ich mich rein mit dem Hauptstamm begnügen.
In diesen Weinstock, habe ich dann anstatt der abstehenden Rebe, ein Geflecht aus mehreren Kupferdrähten montiert, welche die Rebe nachempfinden sollten. Als weiteren Schritt habe ich an diese "künstliche" Rebe einige Blätter montiert. Die Blätter bestehen aus Kupferblech, welches ich in Form eines Weinblattes geschnitten habe. Die Vorlage dafür stammte leider nur aus einer Skizze von Wikipedia. Zu der Zeit gab es an den Weinstöcken keine schönen Blätter mehr. Das Blatt wurde also entsprechend der Vorlage zurecht geschnitten, und dann noch mit einem kleinen Stemmeisen so eingekerbt, dass auch die Musterung der eines Weinblattes entsprach: In der mitte ein Stiel der bis an die Spitze des Blattes reicht, und von welchem nach links und rechts Seitensprosse abgehen um die Blattfläche zu stützen.
Zu guter letzt habe ich an der künstlichen Rebe auch noch Weintrauben befestigt. Zwei Stück. Dabei handelte es sich um Trauben aus einzelnen zusammengeschweißten handelsüblichen Schrauben Muttern aus Stahl. Die Grösse der Muttern war M4, M5, M6 und M8. Um die Muttern schön in Form einer Traube zu bekommen, und zusammenschweissen zu können, musste ich zuerst Formen basteln welche dies ermöglichten. Dazu habe ich eine relativ zähe Gips Masse angerührt und diese in etwa in Form einer der Länge nach halbierten Traube gebracht. Nach dem trocknen des Gips hab ich diesen noch etwas nachbearbeitet um auch wirklich eine schöne Form zu haben. Gips lässt sich ja sehr leicht mit einem harten Gegenstand aus Metall bearbeiten. Diese Gips Vorlagen von halben Trauben habe ich dann in eine Kunststoffschale gelegt und ein Stück Kunststofffolie von einem normalen Tiefkühlbeutel darüber gelegt. Über diese Vorlage habe ich dann nochmals Gips gegossen um sozusagen ein Negativ davon zu erhalten.
Nach dem Trocknen konnte ich dann die Gips Vorlage aufgrund der dazwischenliegenden Kunststofffolie recht leicht vom Negativ entfernen. Bei den Negativen handelt es sich nun um Blöcke aus Gips mit einer Mulde entsprechend den anzufertigenden Trauben. Ich hab also einfach diese Mulde mit den verschieden grossen Muttern ausgelegt - weiter oben am Ansatz des Traubenstieles eher grössere Muttern (M8 und M6) und gegen den Rand hin und am unteren Ende der Trauben eher kleinere Muttern: M4 und M5.
Anschliessend hab ich diese Trauben sozusagen von der Innen- bzw. Hinterseite mit meinem Schutzgas Schweißgerät verschweisst. Am schwierigsten dabei gestaltete sich das anbringen der Kathode. Beim Schutzgaßschweissen muss man ja einen Pol am Scheißgut befestigen. Die andere Elektrode ist der Schweißdraht der aus dem Handgriff durch das Gerät hervorgeschoben wird. Da die Muttern ja mehr oder weniger nur lose in der Form lagen war es relativ schwierig anfangs einen Pol daran zu befestigen. Nachdem jedoch ein paar der Muttern verschweißt waren und dieses Stück als Elektrode für die restlichen Muttern diente war es leichter.
Der Rahmen wurde dann noch mit Beize eingestrichen um das helle Holz dünkler zu gestalten sodass es zu dem Rebstock passt. Schliesslich hab ich diese "Stahltrauben" auch an der künstlichen Rebe befestigt und daneben die Kupferblätter. Am Ende hat das ganze einem echten Weinstock mit reifen Trauben schon sehr ähnlich gesehen. Ein kleines Gimmick an dem ganzen Kunstwerk ist der Hintergrund. Dieser besteht aus einem normalen einfachen Bilderrahmen wie er in jeder besseren Buchhanldung erhaltbar ist. In diese Bilderrahmen habe ich Großformat Bilder meiner Heimatstadt Rust gegeben. Der Bilderrahmen kann hinten in die Bastelei eingeschoben werden und auch wieder entnommen werden. Das ganze Werk ist also sozusagen "themeable" und kann zum Beispiel der Jahreszeit angepasst werden.
Des weiteren gibt es ein spezielles "long term feature": Da die Blätter ja aus Kupfer sind werden sie wohl im Laufe der Jahre beginnen Grünspan anzulegen und sich dadurch von der derzeitigen kupfernen eher bräunlichen Farbe zu grünlich verfärben, ähnlich alten Kupferdächern auf Häusern, Kirchen oder Statuen. Die Muttern der Trauben bestehen aus Stahl welches ja silberlich ist. Da diese im Laufe der Jahre wohl zu rosten beginnen wird, werden sich diese bräunlich bis rötlich verfärben. Der Weinstock wird also im laufe der Zeit zu "reifen" beginnen und bekommt rote Trauben. Das die Blätter den umgekehrten Weg gehen, vom herbstlichen braun zu sommerlichem grün, ist wohl nicht anders möglich. Kupferne Blätter wachsen zu lassen wäre ein etwas schwieriges unterfangen.
Hierbei handelt es sich um ein Spiel. Ziel des Spieles ist es durch würfeln und gutes kombinieren alle Ziffern umzuklappen. Wird z.B. eine 3 und eine 4 gewürfelt können jene Ziffern umgeklappt werden welche addiert eben die gewürfelte Zahl ergeben. z.B. bei 3 udn 4 eben 7 (3+4=7).
Es gab davon 2 Exemplare - jedes davon war ein Weihnachtsgeschenk 2006. Eines für meine Mama und das andere für eine langjährige gute Freundin.
Während meiner Schulzeit in der HTL wurde uns glücklicherweise beigebracht wie man mit verschiedensten Methoden Kupfer ätzen kann. Im Prinzip war es in der HTL Aufgabe Schaltpläne und Platinen-Layouts zu entwicklen - und diese dann mit optischen Methoden, meist belichten mit UV Licht, auf eine Leiterplatte/Platine zu übertragen.
Bei Leiterplatten ist zwar der großteil des Materials einfach ein Träger aus Epoxydharz - und die eigentliche Kupferschicht ist nur 35 oder 70 µm (Micrometer - 1/1000 Millimeter) dick. Aber diese Technologie lässt sich ebenfalls auf "Voll-Kupfer" Platten anwenden.
Als Weihnachtsgeschenk 2007 habe ich für einige Leute aus Kupfer und Messingplatten ein Stern-Motiv geätzt. Das Motiv wurde mit einem selbstgeschriebenem (PHP) Programm generiert - ähnlich einem Fraktal und mit Laserdrucker in schwarz/weiss ausgedruckt. Danach wurde das Motiv auf eine mit Foto-positiv Lack eingesprühte Messing- bzw. Kupfer-Platte übertragen (mittels belichtung durch UV-Licht). Und anschliessend mit Eisen-III-Chlorid (FeCl3) bzw. Natriumpersulfat (Na2(SO4)2) geätzt.
Die fertigen Stern-Bleche wurden dann von mir zwischen zwei Glasplatten (15x15cm) gebracht und oben und unten mit einer Alu- bzw. Messing-Leiste zusammengehalten. Auf einer der beiden Leisten wurde noch eine Stahl Kette angebracht um die so angefertigten "Stern-Bilder" (wenn man so sagen darf) an der Wand zu montieren. Die Leisten sind oben und unten angebohrt sodass man, wenn gewünscht, die Kette von der einen Leiste abmontieren kann und auf die andere Seite geben. Denn jeder der Sterne ist leicht aus der Mitte der Platte versetzt - immer etwas oberhalb und entweder links oder rechts. Wünchst man sich dies umgekehrt so kann man eben die Kette umhängen. Es gibt zwar eine Vorder- und Rückseite (auf der Rückseite befinden sich Schrauben) - aber will man nur die Position des Sternes links/rechts tauschen so kann man auch einfach das Bild umdrehen (Durch ein umhängen der Kette befindet sich der Stern eben nicht mehr oberhalb sondern unterhalb der Mitte).
Wie bei Handarbeiten üblich handelt es sich um eine "limitierte" Auflage. Es gibt insgesamt 9 dieser Sterne. Einer ist allerdings bis jetzt noch nicht geätzt. Zwei wurden nicht in Rahmen gefasst. Alle bis auf eines der verbleibenden eingerahmten Werke (6
Stück) sind auf der Unterseite signiert ("kraftb.at 2007").
Einer dieser Sterne hat eine "Spezialbehandlung" erhalten - er wurde mit Nickel überzogen (galvanisiert). Die restlichen Sterne sind ja aus Kupfer (bräunlich, rötlich) oder aus Messing (goldfarben, gelb) - Aber einer der Messingsterne wurde vernickelt und ist somit silbern. Der Rahmen dafür ist nicht aus Aluminium sondern aus Messing um zu dem sowieso schon silbernen Stern einen Kontrast zu ergeben. Diese "Spezialanfertigung" ging als Weihnachtsgeschenk 2007 an meine Grossmutter!
Ich weiss nicht genau wie ich auf die Idee kam. Allerdings habe ich ebenfalls für Weihnachten 2007 zwei Laternen im "Tiffany-Stil" gebastelt. Eine davon erfüllt auch die Funktion einer Duftlampe - indem der obere Deckel aus Kupfer nach unten gewölbt ist und somit die Möglichkeit bietet Wasser und ein Duftöl aufzunehmen. Diese Variante wurde rund gefertigt und ist ein Weihnachtsgeschenk 2007 für meine Grosseltern väterlicher Seite. Die zweite Lampe wurde eckig gefertigt und ist ebenfalls ein Geschenk.
Bei dieser Technik handelt es sich nicht um die, wie bei Burg-, Schloss- und Kirchen-Fenster übliche Technologie die einzelnen Teile mit Blei-Profilen zu verbinden. Sondern die einzelnen Glasstückchen werden am Rand mit einer einseitig klebenden Kupferfolie umrandet, zu der Fläche zusammengesetzt - und anschliessend miteinander mit normalem Lötzinn verlötet.
Bei Tiffany Arbeiten hat man es normalerweise als Ziel ein gewisses Bild darzustellen - die Glasstücke werden dementsprechend zurecht geschnitten. In diesem Fall habe ich aber einfach gefärbtes Glas zerschlagen und dann auf "Puzzle" Manier zu einer vollen Fläche zusammengesetzt.
Solche gefärbten Glasscheiben und alles notwendige Zubehör habe ich bei "Farbglas - Margit Dvorak" in Wien erworben. Diese Geschäft ist meiner Meinung nach zu empfehlen!
Bei dieser Bastelei handelt es sich um ein funktionsfähiges Modell einer Dampfmaschine welche ich schon mit 13 oder 14 gebaut habe ... Also schon irgendwann 1993 oder so. Ein Video dieser Dampfmaschine im Betrieb gibt es auf youtube: Steam Engine
Dieser Verstärker ist nicht selbst entwickelt sondern wurde soweit ich weiss von einem Ungarn entwickelt. Die Baupläne und Layouts wurden von ihm für den privaten Gebrauch frei zur Verfügung gestellt. Der Name des Verstärkers ist "Quad 405" und es lässt sich etliche Literatur darüber im Netz finden. Ich habe diese Verstärker 2004 zusammengebaut - mit einem Kollegen der mehrere dieser Geräte im Einsatz hat. Ich selber bin jedoch seither nie dazu gekommen diese auszuprobieren. Wohl hauptsächlich aus Zeitmangel und aus dem Grund, dass ich entzwischen einen Standard Verstärker gekauft habe.
Da ich ja öfters elektronische Anwendungen bastle und dabei Kondensatoren und Spulen ein oft gebrauchtes Bauteil sind. Da es sich dabei neben Widerständen um die wohl üblichsten passiven Bauelemente handelt.
Jedes bessere Multimeter bietet nun zwar die Möglichkeit Kapazitäten zu messen. Die Induktivität von Spulen wird jedoch meistens mit extra dafür spezialisierten Geräten gemessen. Solche Instrumente kosten zwischen 400 und 1000 Euro - und sind somit für den Heimanwender relativ teuer. Im Netz gibt es eine günstige Alternative dazu. Auf der Website "sprut.de" sind die Schaltpläne und Platinen-Layouts für ein Kapazitäts Messgerät erhältlich welches mit Bauteilen im Wert von rund 30 Euro zusammengebaut werden kann.
Die Photos zeigen das geöffnete Gehäuse in welches die Platine eingebaut wurde - und eine Ansicht von vorne in betrieb.